CORONA/COVID-19 Info an die Gemeinde – Pfarrer Keindl

Liebe Gemeinde,                                                            (Dokument als PDF)

Normalität in unseren Gottesdiensten und Gemeindeleben werden wir wegen der Corona-Krise bis zum Sommer bestimmt noch nicht haben.

Aber es gibt vorsichtige Öffnungen, wenn auch unter schwierigen Auflagen.

Die bisherigen Erfahrungen lehren uns, dass Änderungen der staatlichen Vorgaben in zwei bis vier Wochen-Rhythmen erfolgen. Wir werden über alle Veränderungen, die unser Gemeindeleben und unsere Gottesdienste betreffen, zeitnah berichten. Bitte schauen Sie in unsere Homepage, in unser Pfarrblättchen und in die Informationsblätter, die wir in den Kirchen auslegen. Auch in den Verkündigungen bei den Gottesdiensten werden wir über Veränderungen berichte. Bitte geben Sie die Informationen an diejenigen weiter, die am Besuch der Gottesdienste gehindert sind.

  1. Gottesdienste:
    • Ab dem Wochenende Samstag 09. Mai und Sonntag 10. Mai 2020 finden in Mombach wieder öffentliche Gottesdienste statt zu den gewohnten Zeiten: Samstag um 17:00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche und Sonntag um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus.
    • Bis nach den Sommerferien finden keine Werktags-Gottesdienste statt, da für sie die gleichen Bedingungen (Anmeldefrist, Abstandsregeln etc.) gelten und der Aufwand für einen geordneter Ablauf nicht gewährleistet werden kann.
    • APH (Alten- und Pflegeheim): Gottesdienste im Ursel-Distelhut-Haus finden bis nach den Sommerferien nicht statt.
  1. Anmeldepflicht:
    • Da nur eine sehr begrenzet Anzahl von Gläubigen zu den Gottesdiensten zugelassen sind (in RLP 50 Personen inklusive Priester, Ordner und Liturgische Dienste), muss sich jeder, der am Gottesdienst teilnehmen will, im Pfarrbüro mit Namen, Adresse und Telefonnummer anmelden. Das dient auch dazu, im Notfall die Infektionsketten nachvollziehen zu können.
    • Nur denjenigen, die auf der Liste eingetragen sind, kann Zugang zum Gottesdienst gestattet werden. Es muss Name, Adresse und Telefonnummer angegeben werden, um die Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Die Listen mit den Kontaktdaten sind nur zu diesem Zweck 21 Tage unter Beachtung der Datenschutz-Bestimmungen aufzubewahren. Die Daten werden im Bedarfsfall zur Kontaktrückverfolgung an die staatlichen Behörden weitergegeben.
    • Die Anmeldung erfolgt im Pfarrbüro, telefonisch oder per E-Mail von Dienstag bis Freitag 12:00 Uhr.
    • Die Genehmigungen werden nach Eingangsdatum erteilt.
    • Für die St. Nikolaus-Kirche wird die Zahl der Gottesdienst-Teilnehmer, die sich anmelden können, pro Gottesdienst auf 45 begrenzt.
    • Für die Herz-Jesu-Kirche wird die Zahl der Gottesdienst-Teilnehmer, die sich anmelden können, pro Gottesdienst auf 40 begrenzt.
  1. Grundsätzliches:
    • Abstände sind überall einzuhalten! 1,5 m besser 2,0 m: Jede Berührung und jeder Körperkontakt sind zu vermeiden!
    • In der Kirche, im Gemeindezentrum, im Pfarrbüro und im Pfarrhaus sind Mund- und Nasen-Schutz zu tragen.
    • Vor dem Besuch der Kirche bei Gottesdiensten oder dem Betreten des Gemeindehauses sind die Hände zu desinfizieren. Entsprechende Utensilien werden bereitgestellt.
    • Markierungen:
      • Die Laufwege (Hin- und Zurück) sind markiert und bitte einhalten.
      • Die Positionen in den Sitzbänken sind markiert.
    • Personen, die zu einer Risiko-Gruppe gehören, bitten wir ausdrücklich, nicht an den Gottesdiensten teilzunehmen und auch nicht den physischen Kontakt mit Pfarrbüro oder Pfarrhaus zu suchen.
    • Personen, die Symptome einer Atemwegserkrankung oder Fieber haben, ist es verboten am Gottesdienst oder öffentlichen Personenverkehr (Pfarrbüro, Pfarrhaus) teilzunehmen.
  1. Entscheidungen: 
    • Bis Ende der Sommerferien (06.Juli bis 14. August) finden im Bereich der Kirchen (mit Ausnahme der Gottesdienste) und des Gemeindezentrums keine öffentlichen Veranstaltungen
    • Pfarrbüro: Solange die Kontaktsperre besteht und nicht gelockert wird, bleibt das Pfarrbüro für die Öffentlichkeit geschlossen. Bitte über Telefon oder E-Mail mit dem Pfarrbüro Kontakt aufnehmen. Im Notfall müssen die Abstandsregeln (2m) eingehalten und von den Besuchern und von den kontaktierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mund- und Nasenschutz getragen werden!
    • Pfingstmontag
      • Von Seiten der Katholischen Kirchengemeinde ist der geplante ökumenische Gottesdienst mit anschließendem Treffen in der La Roche Anlage abgesagt.
      • Wir halten aber an dem Termin Pfingstmontag als Ökumene-Tag fest und nehmen für 2021 eine erneute Planung vor.
    • Firmung
      • Der geplante Firm-Termin am 27. Juni 2020 (Samstag 16:00 Uhr) ist abgesagt! Alle vereinbarten Termine mit den Firm-Bewerbern entfallen.
      • Wir haben uns entschieden, im Jahr 2021 einen neuen Firm-Kurs für beide Firm-Jahrgänge anzubieten und einen entsprechenden Termin mit dem Firm-Spender (Liste folgt erst noch) zu vereinbaren.
    • Erstkommunion
      • Die gemeinsame Feier der Erstkommunion ist auf den September 2020 verlegt.
      • Sollten bis dahin weiterhin Einschränkungen bestehen (Kirche, Restaurants etc.) werden wir mit der Katechten-Leitung und den Eltern über Einzeltermine oder erneute Verlegung nachdenken. 
    • Betriebsausflug: Der geplante Betriebsausflug am 03. Juni 2020 ist abgesagt.
    • Das Rheinuferfest ist abgesagt.
    • Auch das traditionelle „Lewwerklees-Essen“ im Gemeindehaus ist hiermit ebenfalls abgesagt.

Passen Sie gut auf sich und Ihre Lieben auf!

Alles Liebe und Gute

Mombach 03.05.2020

Pfarrer Keindl

 

Zentrum für Familien St. Nikolaus

Liebe Gemeinde St. Nikolaus, liebe Mombacherinnen und Mombacher, die Pfarrei St. Nikolaus hat seit Januar 2020 ein Zentrum für Familien!

Gerne möchte wir das Zentrum für Familie, die Mitarbeiterin Frau Christiane Rieks und die Ziele vorstellen.

Diese finden Sie hier auf der Homepage, unter dem Punkt/Seite “Zentrum für Familien St. Nikolaus”

http://kath-kirche-mombach.de/zentrum-fuer-familien-st-nikolaus 

oder unten auf “weiterlesen” klicken.

Zentrum für Familien St. Nikolaus

Osterbrief 2020 der Gemeinde St. Nikolaus Mainz-Mombach

Liebe Gemeindemitglieder, Leserinnen und Leser

Christus ist erstanden! Das Leben hat den Tod besiegt!  Die Kraft der Liebe ist stärker als der Tod! Halleluja!

Das ist die Botschaft der Auferstehung Jesu Christi, die Botschaft des Glaubens, die wir an Ostern, dem höchstem Fest unseres Glaubens gemeinsam feiern.
Was für eine Zusage des Lebens und der Liebe Gottes für uns Menschen.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Gleichsam einer Vollbremsung ist unser öffentliches Leben zum Stillstand gekommen. Unser normales, gewohntes Leben ist völlig verändert und wie es weitergeht,
wissen wir gerade nicht.

Ich glaube genauso verunsichert müssen sich die Jünger gefühlt haben nach Jesu Tod am Kreuz.
Die Evangelien der Osteroktav berichten davon: Da sind die verängstigten Jünger mit Jesus auf dem Weg nach Emmaus. Da wird erzählt vom Treffen Jesu mit Maria Magdalena im Garten.
Da sind die fischenden Jünger am See Tiberias und die erschreckten Jünger, denen er seine Hände und Füße zeigt.

Und da geschieht das Unglaubliche: So verunsichert, so fassungslos sie sind, sie bleiben sie nicht am leeren Grab stehen, sondern sie brechen auf.
Sie entdecken ihr Leben mit Jesus neu und bringen diese Botschaft auch zu anderen Menschen.
Sie erzählen von dem, was sie ergriffen hat: Jesus ist nicht tot, er ist auferstanden.
Mit ihm können wir neu ins Leben gehen. Aus unsicheren Jüngern und ahnungsvollen Frauen werden starke Zeugen der Auferstehung

Auch wir können Auferstehung bezeugen: Das spüre ich überall, wo Menschen sich aufgemacht haben in der Krise neue Wege zu suchen. Das spüre ich, wo neue Wege der Kommunikation und des Arbeitens Wege eröffnen.
Wir bezeugen die Botschaft der Liebe und des Lebens, wenn wir uns auf Jesus einlassen.
Wenn wir auf ihn und seine Botschaft, vertrauend neue Wege wagen. Viele Aktivitäten und Ideen um uns her zeugen ja von dieser Kraft. Wir dürfen darauf vertrauen, dass besonders in den Momenten,
in denen wir nicht mit Jesus rechnen, in denen er fern scheint, wie damals bei den Jüngern; gerade dort und gerade dann will er uns begegnen und uns ergreifen mit seiner Botschaft des Lebens und der Liebe.

Christus ist erstanden! Das Leben hat den Tod besiegt!
Die Kraft der Liebe ist stärker als der Tod! Halleluja!
Wir wünschen Ihnen und all Ihren Lieben besinnliche Kar-Tage, ein frohes Osterfest, Zuversicht im Alltag, ein herzliches Osterlachen gegen alle Schikanen des alltäglichen Lebens und die Freude und Kraft der Auferstehung.
Möge die Freude und Liebe des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Ihr Leben durchdringen.
Ihr Pastoralteam:
Pfarrer Gottfried Keindl, Father Wilfred Agubuchie, Pfarrer em. Norbert Pfaff,
Gemeindereferentin Edith Sans-Jakob, Pastoralreferent Lukas Tyzcka,
Georg-Philipp Melloni für den Pfarrgemeinderat,
Francisco Payan Barrio für den Verwaltungsrat,
Birgit Hirschmüller und Norbert Pohl im Pfarrbüro

Wort des Pfarrers zur Krise und zum Ausfall der Gottesdienste

Liebe Gemeinde, liebe Leserinnen und Leser.

 Die getroffenen staatlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona Virus sind ein gewaltiger Eingriff in die Religionsfreiheit und in unsere Grundrechte. Die Gefahr explosionsartiger Ausweitung der Pandemie und die Zunahme der Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus machen diese Maßnahmen unumgänglich.

Weil der Höhepunkt der Pandemie keinesfalls erreicht ist und die Entwicklung und Ausbreitung der Krankheit in den nächsten Tagen weiterhin sehr unberechenbar bleiben, ist jeder unnötige Kontakt zu vermeiden und jede öffentliche Aktion zwingend und kompromisslos zu unterbinden!

Ich befürworte daher auch die kirchlichen Anordnungen.                  Gleichzeitig sehe ich den fast übermenschlichen Einsatz der Ärzte, Pflegekräfte, der Helfer und auch der Angestellten in der Lebensmittelbranche. Hier ist ein großes Danke angebracht. Sorgen bereitet mir dennoch die Tatsache, dass so viele Menschen weltweit an dem Corona-Virus erkranken oder gar sterben und viele gezwungenermaßen isoliert sind. Es erstaunt mich immer wieder, wie oft Freunde und Bekannte selbst mich anrufen und sich nach mir erkundigen. Diese Telefonkette tut gut. Wenn Sie Hilfe brauchen, bitte rufen Sie im Pfarrbüro (06131 210 300 0) oder bei mir direkt (0171 1264212) an, wir bemühen uns zeitnah Hilfe zu organisieren.

Im Blick auf unsere Gottesdienst-Gemeinde bleiben aber auch noch weitere Sorgen. In allen Debatten über Priestermangel und Kirchen- und Glaubenskrise habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass für uns Katholiken die Eucharistiefeier wesentlich und Existenz-notwendig ist. Nun stehen wir vor einem Dilemma. Bedingt durch das Corona-Virus erleben wir die abrupte Absage der Gottesdienste und nun sogar die Unmöglichkeit, die Kar- und Ostertage als Gemeinde zu feiern. Die Absage ist alternativlos, wollen wir uns nicht gegenseitig gefährden oder gar Schwächere in den Tod treiben. Der gesunde Menschenverstand gebietet heute “physische” Distanz! Es ist dies aber das exakte Gegenteil dessen, was in der sakramentalen Feier der Eucharistie stattfindet.

Wenn ich als Pfarrer zusammen mit meiner Haushälterin Melitta Kahler abgesondert von der Außen- welt und meiner Gemeinde die Eucharistie stellvertretend für Mombach und Budenheim feiere, so sehe ich durchaus das stellvertretende Zeichen in diesen Krisenzeiten, aber es fällt mir auch sehr schwer, ohne Gemeinde die Eucharistie zu feiern. Die Feier der Eucharistie ist nicht Privatsache des Priesters! Alle Getauften sind Träger der Feier und gemeinsam verkünden wir den Tod und die Auferstehung des Herrn.

Hinzu kommt das physische Erleben der Kommunion, die engste Verbindung unserer Menschlichkeit mit der Kraft der göttlichen Gegenwart. Der Empfang der Kommunion gibt uns Halt, Sicherheit und auch Kraft, besonders auch in persönlichen Krisen und auch in den Krisen einer Pandemie. Das Hinaustragen der Eucharistie in unsere Häuser durch Kommunionshelfer scheitert an den von der Politik und Kirche erlassenen Maßnahmen. Wir kennen aber auch in Mombach die Praxis, dass jeden Sonntag eine Reihe von Familienangehörigen die Kommunion für ihre kranken oder altersschwachen Angehörigen mitnehmen, und sie so teilhaben lassen an unserem Gemeinde-Gottesdienst. Gerne bin ich bereit, gerade in dieser Krisenzeit diese Praxis beizubehalten, dass nämlich engste Familien-Angehörige, die in Hausgemeinschaft mit ihren Angehörigen leben, nach vorheriger telefonischer Anmeldung bei mir die Kommunion – unter Beachtung der bekannten Distanz- und Hygienemaßnahmen – abholen können und gerade für ihre alten oder kranken Angehörigen die Kommunion so zum Lebenselixier und Glaubenszeugnis werden zu lassen.

Für die Sterbesakramente verweise ich auf den Priesternotruf (06131 253 828).

Spirituell erinnert mich irgendwie das Ganze auch an das Verhalten der Jünger-Gemeinschaft nach dem Tod Jesu, als die Jüngerinnen und Jünger aus Furcht bei verschlossenen Türen beisammen waren. Da kam Jesus durch die verschlossenen Türen in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit Euch!“ (vgl. Joh 20,19-20).

Wenn wir uns zu Hause im Namen Jesu versammeln, so gelten seine Gegenwart und sein Friedensgruß auch uns heute! Er ist mitten unter uns. Darum macht es Sinn, in unseren Häusern bewusst die Kar- und Ostertage mitzufeiern.

Wir haben Ihnen dazu eine Anregung des Liturgiereferates unseres Bistums in und die Vorlagen für Hausgottesdienste am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern diesem Osterbrief beigelegt.

Folgende Regelungen gelten für St. Nikolaus in Mombach:

1.      Grundsätzliches:
  • Bis zum April 2020 werden es keine öffentlichen Gottesdienste geben.
  • Die Kirche ist von 07:00 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends für das persönliche Gebet geöffnet.

Bitte beachten: es dürfen sich nicht mehr als zwei Personen gleichzeitig im Kirchenraum aufhalten!

  • Ab Gründonnerstag (nach 19:30 Uhr) kein Glockengeläut bis Ostersonntag!
2.      Palmsonntag
  • Kein Gottesdienst in der Keine Palmweihe. Ich werde am Palmsonntag die Messezusammen mit Melitta im Pfarrhaus stellvertretend für die Gemeinden Mombach undBudenheim feiern.

2.2. 3.1.2.  Wer für sich zu Hause einen Palmzweig (Buchsbaum oder Olivenzweig) haben möchte, soll ihn sich selbst besorgen. Er/Sie kann diesen dann kraft seiner eigenen   Taufweihe im Kreis der Familie segnen. Ein Segensgebet füge ich im Abschnitt „Palmsonntag“ dem „Impuls für die Heilige Woche“ bei.

Link zu Impuls für die Heilige Woche

3.      Gründonnerstag
  • Kein Gottesdienst in der Ich werde am Gründonnerstag die Messe zusammen mit Melitta im Pfarrhaus stellvertretend für die Gemeinden Mombach und Budenheim feiern.
  • Siehe auch die Vorlage Hausgottesdienst am Gründonnerstag.
  • Die Kirche wird um 17:00 Uhr

Link zu der Vorlage Hausgottesdienst am Gründonnerstag

4.      Karfreitag
  • Keine Karfreitags-Liturgie in der
  • Siehe auch die Vorlage Hausgottesdienst am Karfreitag.
  • Die besondere Fürbitte habe ich im „Impuls: Heilige Woche“ mit
  • In der Mitte des Altarraums vor den Altarstufen steht das große Kreuz.

Link zu der Vorlage Hausgottesdienst am Karfreitag

5.      Osternacht
  • Für die Feier der Osterliturgie sind per Sonderregelung maximal 5 Personen mit demEinhalten der Hygienevorschriften und dem nötigen Abstand
  • Ich werde mit fünf freiwilligen und ausgewählten Mitgliedern aus Vorstand, PGR, KVR oder liturgische Dienste, die stellvertretend für die Gemeinde am Karsamstag um 20:00 Uhr in der Kirche die Osternacht in verkürzter Form
  • Die Kirche ist ab 15:00 Uhr und während des Gottesdienstes geschlossen!
6.      Ostersonntag
  • Kein Gottesdienst in der Ich werde am Ostersonntag die Messe zusammen mit Melitta im Pfarrhaus stellvertretend für die Gemeinden Mombach und Budenheim feiern.
  • Siehe auch die Vorlage Hausgottesdienste am Ostersonntag.

Link zu der Vorlage Hausgottesdienst am Ostersonntag

  • Mit dem Glockengeläut um 10:00 Uhr (15 Minuten) wird die Kirche geöffnet und die Osterkerze entzündet.
  • Becher mit den Osterkerzen stehen an der brennenden Osterkerze Jeder Beter kann

sich so seine Kerze entzünden und mit nach Hause nehmen.

  • Um 12 Uhr läuten am Ostersonntag alle Glocken 15 Minuten lang und laden zum Halleluja

 

Liebe Gemeinde,

vom Verstand her weiß ich, dass wir auf unsere so liebgewonnenen und schon selbstverständlichen sozialen Kontakte verzichten müssen, im Herzen aber fehlt Ihr mir sehr.

Alles Liebe und Gute Pfr. Gottfried Keindl

Impuls: Die Heilige Woche

Seit unserer Kindheit hören wir die vertrauten Texte der Leidensgeschichte, feiern wir die Karwoche und jubeln an Ostern. In diesem Jahr ist alles anders. Ohne Gemeinde, ohne die gemeinsamen
Gottesdienste sind wir zu Hausgottesdiensten eingeladen.
Wir sind gezwungen als Gemeinde auf die Feier der Eucharistie und auf den Empfang der
Hl. Kommunion zu verzichten. Dieser Verzicht auf die Eucharistie und den Empfang der Kommunion
stellt uns in die Dunkelheit des Karfreitags, ist ein Zeichen der Solidarität und der Bitte um tiefe Liebe,
aber auch ein Zeichen der Sehnsucht nach der Vereinigung mit Gott.
Die folgenden Impulse sollen helfen, die „Heilige Woche“ zu verstehen.

Palmsonntag
Der Palmsonntag eröffnet die Feier der Heiligen Woche, er steht am Eingang der Karwoche und ist der Auftakt für den gesamten österlichen Weg.
Die Palmprozession wurde schon um das Jahr 400 in Jerusalem festlich begangen. Die Christen trafen sich am Nachmittag auf dem Ölberg, hielten dort Wortgottesdienst und zogen dann mit dem Bischof
in feierlicher Prozession in die Stadt, wobei die Kinder Oliven- und Palmzweige trugen.

Das „Hosanna“, ergänzt mit dem messianischen Titel „Sohn Davids“, heißt wörtlich „Hilf doch!“ das ist auch der Kernsatz von Psalm 118 „Ach Herr, hilf doch!“ und gehört ins Zentrum der jüdischen PessachLiturgie. Noch einmal wird aus dem Alten Testament zitiert, wenn die Menge Jesus entgegen ruft:
“Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.” (Psalm 118,26) Mit diesem Ruf wurden einst die Festpilger im Tempeltor begrüßt.
Dieses Hosanna – „Hilf doch!“ ist kein Bitt- sondern ein Jubel-Ruf. Vergleichbar mit dem „Kyrie eleison“ der ersten drei Jahrhunderte. Beim Einzug des römischen Kaisers in eine Stadt wurde ihm das „Kyrie
eleison“ jubelnd entgegengerufen im Sinne: Herr, du bringst unserer Stadt Segen, Freude und Frieden.
Der messianische Jubelruf Hosanna erklingt heute gegen die sich ausbreitende Hoffnungslosigkeit, darum schwenken wir Symbole des Lebens, des Sieges, des Friedens.

Segnung der Palmzweige
Ewiger Gott, segne + diese grünen und geschmückten Zweige.
Sie sind Zeichen des Lebens, das wir von dir erhoffen und an das wir glauben.
Segne + unseren Weg mit Jesus.
Segne + alle unsere Wege und alle, mit denen wir auf dem Weg sind.
Segne + uns, unsere Lieben, unsere Gemeinde St. Nikolaus und unseren Mainzer Stadtteil Mombach, damit wir im friedlichen Zusammenleben mit unterschiedlichsten Religionen, Konfessionen, Nationen und Kulturen die Spuren Deiner Liebe feiern.                              Dir sei Lob und Ehre in alle Ewigkeit.                                                                Amen

Nach dem Evangelisten Matthäus zieht Jesus auf einer Eselin und ihrem Füllen ein. Hier greift der Evangelist auf den Segen Jakobs über seinen Sohn Juda zurück, aus dessen Stamm man den Messias erwartete: “Er bindet seinen Esel an den Weinstock, an die Rebe das Junge seiner Eselin.”
(Genesis 49,11) Matthäus will mit der Anspielung auf die Eselin und ihr Junges also sagen, dass hier der einst von Jakob vorausverkündete Herrscher der Völker kommt. Der Esel ist hier wie an anderen
Stellen des Alten Testaments ein Tier, auf dem Vornehme reiten. Aus dem Propheten Sacharja (9,9) zitiert derselbe Evangelist: “Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin.” Die Milde ist es, die das Bild dieses Königs bestimmt.
Als gänzlich untypischer, als sanftmütiger und milder König wird Jesus wenig später vor seinen Richtern stehen.

In der Liturgie verbindet sich das Gedächtnis des königlich-messianischen Einzugs Jesu in Jerusalem
mit seinem schmerzvollen Leiden und Sterben am Kreuz.
„Die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Matthäus berührt mich besonders.
Sie ist von einem getroffenen, verwundeten Juden erzählt.
Matthäus war mit Leib und Seele Jude – und von den Verantwortlichen seines Volkes zutiefst enttäuscht. Er weiß, wer Jesus ist; er sieht in ihm immer wieder „die Schrift erfüllt“, aber sie erkennen ihn nicht. Sie stacheln das Volk auf, das bisher immer zu Jesus gehalten hat … Und als Matthäus sein Evangelium niederschreibt, hat er die Katastrophe ganz Israels miterlebt: die Zerstörung Jerusalems und des Tempels und die Zerschlagung des Volkes.“
(Alfred Carl † ehem. Pfarrer in Aachen)

Gebet
Gott, dein Sohn Jesus Christus ist uns Bruder geworden. Mit uns teilt er das Leben, zu dem Leid und Tod gehören. Er hat gelitten, er ist gestorben, damit sich für uns das Tor des Lebens öffnet. Wir bitten dich: Hilf uns, ihm zu glauben und zu vertrauen, damit auch für uns
Ostern werde. Schenke uns diese Hoffnung und lass sie uns mutig ergreifen, durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt im Heiligen Geist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Gründonnerstag
Gründonnerstag ist der Tag der Freuden-Tränen. Das verweist zunächst auf den Ursprung, dem dieser Tag seinen Namen verdankt (mittelalterlich: greinen = weinen). Gemeint sind die Freudentränen der Büßer, die nach längerem Ausschluss von der Eucharistie-Gemeinschaft wieder mit Gott und seiner Kirche versöhnt wurden. Für die Betroffenen war das ein bewegender Augenblick. Wir können
uns gut vorstellen, wie sie vor Freude weinten.

„Begreift ihr, was ich an euch getan habe?“, fragt Jesus.
Der Wortgottesdienst mit der Fußwaschung erinnert an das Geschehen im Jerusalemer Abendmahl-Saal, damit dieses Zeichen der Liebe und Hingabe Jesu uns selbst zum Zeichen werde.

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ beauftragt uns Jesus.
Im Vorgriff auf seine Lebens-Hingabe sagt Jesus: „Das ist mein Leib für euch.“ Und: „Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Wir feiern unsere Gemeinschaft
mit Jesus bis auf den heutigen Tag.

„Heute bittet er um unseren Hunger nach Gott und will uns im Bissen Brot sein Leben mitteilen.
Heute werden wir hineingenommen in die Gemeinschaft derer, die er mit sich beschenkt.
Heute werden wir gefragt, welchen Platz wir einnehmen wollen in der Nähe Jesu.
Heute bittet er uns:

Lasst euch meine Wunder gefallen, vergesst mich nicht trotz eures löchrigen Gedächtnisses.
Lasst euch Vergebung schenken, lasst euch beschenken und das Wunder weitergeben, das
wir empfangen.“ (Kurt Josef Wecker)

Der abschließende Teil der Gründonnerstags-Feier ist eine Hinführung zur Ölberg-Nacht sowie zur Verhaftung und Passion Jesu. Der Abschluss der Liturgie wirkt durch Stille und Einfachheit und
endet mit der symbolischen „Nacht des Wachens“.

Gebet
Gott, du hast ein Gedächtnis gestiftet deiner Wunder. Niemand von uns wäre auf diesen Gedanken gekommen, dass dein Sohn uns unter Brot und Wein seine leise Gegenwart schenkt.
Er belässt es nicht bei bloßen Worten; im Abendmahl stillt er unseren Lebenshunger und sucht die Nähe der Sünder.
Lass uns mit wachem Herzen empfangen, was er uns schenkt. Lass uns die Liebe teilen, die er uns gibt. Lass uns in seiner Gemeinschaft das österliche Leben feiern, das auf uns zukommt.
Und verwandle uns in deiner Liebe zu Zeugen deiner Gegenwart. Darum bitten wir dich im Heiligen Geist durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Karfreitag
Das ganze Jahr über blicken wir in aller Selbstverständlichkeit auf das Kreuz und auf den Gekreuzigten.
Das Kreuz ist Symbol für unseren christlichen Glauben und unsere Hoffnung. Wir hängen es in unsere Wohnungen, tragen es am Kettchen um den Hals und beten in unseren Kirchen vor dem Zeichen des
Kreuzes.

An Karfreitag schaue ich mir das Kreuz jedoch mit anderen Augen an: Ich sehe darin das, was es am Anfang des christlichen Glaubens war: ein Werkzeug der Folter und der Todesmarter, Symbol der Sinnlosigkeit und der Unmenschlichkeit. Das Kreuz konfrontiert uns mit Leid und Tod, mit dem, wozu Menschen in der Lage sind, mit den Abgründen der menschlichen Seele.
Ein Mensch, der in Kreuzesform dasteht – aufrecht, mit ausgestreckten Armen – ist angreifbar, öffnet sich, setzt sich aus und macht sich verletzlich. Bereits die frühen Kirchenväter sahen in dieser
Körperhaltung die Vereinigung aller menschlichen Gegensätze: Geist und Materie, Engel und Tier,
Gott und Mensch.

Das Kreuz als Bild für den Menschen: aufrecht stehend zwischen Himmel und Erde, ausgespannt zwischen Ja und Nein, Liebe und Hass, Einsamkeit und Gemeinschaft, Krankheit und Wohlergehen, Gefangenheit und Freiheit, Wollen und doch nicht Können, Reinheit und Sündhaftigkeit.

Im Kreuz erkennen wir uns selbst, stellen wir uns unserer Zerrissenheit, unseren Gegensätzen, dem, was wir sonst ausblenden, nicht wahrhaben wollen. Indem der Mensch ja sagt zu seinen Gegensätzen, zerreißen sie ihn nicht mehr. In der Achse des Kreuzes kommen wir zur Mitte, zur Ruhe und lernen, uns von Gott annehmen zu lassen.

Gebet
Geheimnisvoller Gott, wir stehen vor dem Kreuz deines Sohnes und denken an das Leid dieser Welt. Es hat so viele Gesichter. So viele Schmerzen sind auszuhalten und ungezählte Tränen zu
weinen. So viel Bosheit und Gleichgültigkeit weit und breit. Wir denken an die seelischen Folgen von Missbrauch und Gewalt bei den Opfern. Im Todesschrei deines Sohnes sammeln sich die
Schreie der Gequälten aller Zeiten. Das Böse lähmt uns und macht uns ohnmächtig. Hilf uns, an dich zu glauben und an die Kraft deiner Liebe, die uns stärkt inmitten der Erfahrung von Versagen,
Leid und Tod. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Bruder, den Herrn. Amen.

Große Fürbitten
Verborgener Gott, du hast das Leben deines Sohnes Jesus hingegeben aus Liebe zu allem, was du geschaffen hast. Im Vertrauen auf deine Liebe bringen wir durch Christus unsere Bitten vor dich:

Lasst uns beten für die Verantwortlichen in den verschiedenen Religionen: Dass sie ihre Gläubigen zur Achtung voreinander, zu Toleranz und Frieden erziehen. Dass sie lernen, den Menschen zu dienen und so zu Zeugen der Barmherzigkeit Gottes werden.

Lasst uns beten für die Menschen im Heiligen Land, dem Heimatland Jesu: Dass Juden, Christen und Muslime ihren gemeinsamen Ursprung als Kinder Abrahams bewusst halten und sich als Gläubige desselben Gottes verstehen. Dass sie einander Raum geben zum Leben, Hass und Gewalt überwinden und nicht aufhören, Wege zu Gerechtigkeit und Frieden zu suchen.

Lasst uns beten für Europa, wo wir in Frieden, Freiheit und in Wohlstand leben können. Dass nationalistisch motivierte Feindschaften überwunden werden und alle Bürger erkennen, dass wir
nur als geeinte Völkerfamilie die brennenden Probleme lösen können. Dass wir Lösungen für die Migranten und Flüchtlinge finden, damit sie sicher und menschenwürdig leben können.

Lasst uns beten für kranke, behinderte und Not-leidende Menschen, für alle Opfer von Katastrophen, Hass, Rassismus und sexuellem Missbrauch: Dass sie erfahren dürfen, dass die Christen sie nicht
übersehen. Dass ihre Situation viele Menschen zu Mitgefühl, aktiver Hilfsbereitschaft und echtem Trost bewegt.

Lasst uns beten für die wirtschaftlich Mächtigen, die politischen Mandatsträger und die Meinungsbildner:
Dass sie dazu beitragen, gesellschaftliche Gegensätze zu entschärfen und die Würde aller, besonders der Schwachen und Benachteiligten, zu schützen. Dass wir selber unser soziales Gewissen schärfen und uns für die Sicherung einer gerechten Zukunft aller Menschen einsetzen.

Lasst uns beten für unseren Papst, für die Bischöfe und die Kirche in unserem Land: Dass alle mit einem geistlichen Amt Beauftragten die Frohe Botschaft Jesu in einer zeitgemäßen Weise verkünden und die vom Heiligen Geist geschenkte Mündigkeit aller Gläubigen anerkennen. Dass sie das Wirken Gottes in den Zeichen unserer Zeit erkennen und mutig den synodalen Weg fortsetzen.

Lasst uns beten für alle, die an der Kirche leiden: die als Kinder und Jugendliche misshandelt und missbraucht wurden, deren Vertrauen in die Kirche und ihre Priester erschüttert ist, aber auch für jene, die die Folgen ihrer Schuld zu tragen haben. Dass die Verletzten Heilung erfahren, die Sünder zur Einsicht und Umkehr kommen und die Kirche die Kraft zu echter Erneuerung findet.

Lasst uns beten für alle, die sich ehrenamtlich einsetzen in den vielfältigen Tätigkeitsfeldern von Kirche und Gesellschaft, Natur und Umwelt: Dass sie im Guten durchhalten und bei Misserfolgen oder
geringer Wertschätzung geduldig sein können.

Lasst uns beten für uns selbst und für die Menschen, mit denen wir verbunden sind: Dass wir als deine Kinder uns unserer Würde bewusst sind. Dass wir den Wert und den Sinn unseres Lebens entdecken
und verwirklichen und bei Schicksalsschlägen den Glauben an dich nicht verlieren.

Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.

Ewiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke;
viele Generationen haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du alle Menschen in deinen guten Händen hältst.
Die Verstorbenen aber nimm auf in dein Reich, wo sie bei dir geborgen sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Verborgener Gott, höre die Stimmen derer, die dir ihr Leid entgegenschreien, und das Schweigen jener, die ohne Hoffnung verstummen. Erweise dich in unserer Mitte als Befreier von allem Bösen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Das Kreuz hat nicht das letzte Wort!
„Er hat in den Tagen seines irdischen Lebens mit lautem Schreien und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und er ist erhört worden aufgrund seiner Gottesfurcht.“ (Hebr. 5,7)

Osternacht
Als Christen glauben wir an die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Allem vorweg glauben wir daran, dass Jesus selbst von den Toten auferstanden ist. Sein Tod und seine Auferstehung werfen
ein ganz neues Licht auf das Leben, das Sterben und den Tod von uns Menschen. Wir glauben, dass wir mit Christus auferstehen werden. Seine Auferstehung macht unsere Auferstehung zum ewigen Leben
möglich. Der Tod ist für immer besiegt. Die Liebe macht es wahr.

Die Osternacht ist eine der schönsten Feiern im ganzen Kirchenjahr. Die Osternacht ist in ihrem Ursprung eine Vigil-Feier, eine Nachtwache, die in der Dunkelheit beginnt und einmündet in das
erste Licht des Ostermorgens.
Der Tod Jesu war öffentlich, die Auferweckung geschieht als stilles Geheimnis im Verborgenen.
Diese Verborgenheit und Stille des Handelns Gottes gilt es auszuhalten.
Noch sind wir von Dunkelheit und Nacht umgeben.
Das Duell zwischen Tod und Leben, Nacht und Licht, Schrecken und Freude umgibt uns.
Das kleine Licht der Osterkerze wird uns die Nacht erhellen.

Die Symbolik spricht für sich: Die Dunkelheit des Todes wird in dieser Nacht durch das Licht der Osterkerze vernichtet.
Christus hat uns aus der Nacht des Todes in das Licht des göttlichen Lebens geführt.
„Lumen Christi: „Ich bin das Licht der Welt“, sagt Jesus.“
Er will die Welt erhellen, erleuchten, erwärmen. Er ist unsere Orientierung.

Gebet
Gott, du hast die Schlüssel des Lebens! Wir danken für dieses Wunder, für Christus, der uns berührt hat mit seinem Wort und seinem österlichen Brot. Durch seine Auferweckung schenkst
du uns deine Zukunft. Lass das Osterlicht auf uns überspringen. Deine österliche Einfallskraft belebe uns. Wir wollen Christus suchen wie die Frauen am Grab und ihn finden in uns und zwischen uns, im rauschenden Fest und im grauen Alltag, in der Stille und in den Begegnungen, in deiner Kirche und an unscheinbaren Orten unseres Lebens.
Das erbitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Nada te turbe
Lass dich nicht ängstigen, nichts soll dich schrecken!
Alles vergeht, nur Gott bleibt derselbe.
Alles erreicht der Geduldige.
Wer Gott hat, hat alles.
Gott allein genügt.
(Teresa von Avila)

Ostern: „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“
„Frohe Ostern! Wir feiern die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über den Tod. Wir feiern die Konsequenzen seines Sieges für unser eigenes Leben. Denn wir glauben, dass wir mit Christus leben werden, auch über den Tod hinaus. Wir feiern Ostern. Und wir feiern die Liebe, mit der uns Gott geliebt hat und liebt. Eine Liebe, die Auferstehung und Ewigkeit erst möglich macht. Denn Liebe verlangt nach der Ewigkeit. Liebe bleibt stärker als der Tod.“ (Thomas Diener)

Das erste Fest, das Christen feierten, war der Sonntag als der Tag, an dem Jesus von den Toten auferstand. Es war der 8. Tag der vergangenen oder der Erste Tag der neuen Woche, der Tag nach dem Sabbat. Damit wurde der „Sonntag“ zum Tag des „Herrenmahles“, zum Tag des „Brotbrechens“ wie ihn die frühen Christen nannten.
„Dies Solis“ (lateinisch), der „Tag der Sonne“: Historisch belegt, erließ am 3. März des Jahres 321 nach Christus Kaiser Konstantin der Große für das Römische Reich ein wegweisendes Edikt: „Alle Richter, Stadtleute und Gewerbetreibende sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen“. Damit wurde der Sonntag, wie der Name schon
ausdrückt, dem „sol invictus“, der „unbesiegbaren Sonne geweiht. Die erste staatliche Sonntagsgarantie war ausgesprochen. Seither ist er in den christlich geprägten Ländern der wöchentlich wiederkehrende Feiertag. Einige hundert Jahre später war der Sonntag fest etabliert.

Jeder Sonntag bedeutet für uns das „wöchentliche Osterfest“, wie es Augustinus beschrieb.
Die universale Kommunikation des auferstandenen Herrn ereignet sich hier immer wieder, denn er will für alle das Leben in Fülle.
Die Christen haben schon im ersten Jahrhundert den Sonntag in diesem österlichen Sinn gefeiert.
Sicher bezeugt ist die jährliche Osterfeier seit dem 2. Jh.
Die Ereignisse seines Übergangs vom Tod zum Leben wurden zunächst in einem die ganze Nacht dauernden Gottesdienst begangen. Erst im 4. Jh. hat sich das Gedenken der Ereignisse über mehrere
Tage entfaltet mit der Osternacht als Höhe- und Wendepunkt.

Gebet
Gott, unser Vater, es ist die Liebe, die du in unsere Herzen eingepflanzt hast, die uns das Leben begreifen lässt und das Geheimnis der Auferstehung deines Sohnes.
Wir danken dir für die Taten deiner Liebe, die in uns Großes bewirken: Dass auch wir mit Christus auferstehen und mit ihm leben werden.
Darauf vertrauen wir, bestärkt vom Heiligen Geist, durch deinen geliebten Sohn, unseren auferstandenen Bruder und Herrn. Amen.

Familienkatechese zur Vorbereitung auf die Erstkommunion

Auch uns hat #wirbleibenzuhause zunächst außer Gefecht gesetzt.
Nachdem letztendlich auch feststand, dass nicht nur die letzten
Vorbereitungstreffen und unser Versöhnungsweg von der
Kontaktsperre betroffen waren, sondern auch die Feier der
Erstkommunion am weißen Sonntag nicht stattfinden darf, waren wir
alle erst mal traurig und ratlos.
Aber wir wachsen mit unseren Aufgaben und wir wären nicht wir,
wenn wir für diese Herausforderung keine neuen Wege finden würden.

Uns ist wichtig, die Familien in dieser für uns alle belastenden Zeit
nicht alleine zu lassen und sie weiterhin zu begleiten. Es ist klar, die
Katechese kann nicht wie gewöhnt im Gemeindezentrum oder in der
Kirche stattfinden. Also machen wir es wie aktuell alle Schulen und
viele Arbeitgeber:
Wir vernetzen uns online!

Nun erhalten die Familien jeden Sonntag eine Videobotschaft von uns begleitet von Arbeitsmaterialien die zu Hause ausgedruckt werden können. Da die Kinder und Eltern die Woche über bereits mit #Homeschooling und #Homeoffice neue Wege gehen müssen, wollen wir die Familien aber nicht zusätzlich belasten. Unsere Materialien beinhalten kleine Impulse und Aufgaben, die leicht in den Alltag integriert werden können.
So gestalteten wir ein Fastenheftchen mit Anregungen über das nachzudenken, was uns gerade besonders beschäftigt aber auch sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was wir positives aus der
gemeinsamen Zeit #wirbleibenzuhause mitnehmen und auch in Zukunft nicht darauf verzichten möchten.

In der Karwoche bleiben wir ebenfalls mit den Familien verbunden. Wir werden uns virtuell zum letzten Abendmahl treffen und gemeinsam den Kinderkreuzweg gehen.

Darüber hinaus sind unsere Erstkommunionkinder dazu eingeladen am Malwettbewerb des Bistums teilzunehmen in dem es heißt: „Malt eure liebste Jesusgeschichte“.

Etwas schwieriger schien uns zunächst die Umsetzung unseres Lichtrituales, bei dem wir uns am Ende jeder Katechese eine brennende Kerze weiter reichen.
Wie kann das virtuell geschehen? Hier fanden unsere Familien schnell selbst eine Lösung: Nachdem sie von uns das Foto einer brennenden Kerze auf ihr Handy geschickt bekommen hatten, dauerte
es nicht lange und jede Familie schickte das Foto einfach virtuell zurück

#„leise, ganz leise geb` ich dir das Licht, leise ganz leise strahlt jetzt dein Gesicht.“

Nun freuen wir uns darauf, wenn wir uns in gewohnter Umgebung wieder treffen dürfen. Mit den Erlebnissen und Erfahrungen aus dieser ganz speziellen Fastenzeit 2020 werden wir das Geschenk
Familienkatechese bereichern können.

Die Feier der Erstkommunion wurde zunächst auf den 06.09.2020 verschoben.

Loredana u. Francisco

Hinweise für die Gemeinde

– Das Telefon im Pfarrbüro (06131 – 21 03 00 0) ist während der gesamten eingeschränkten
Phase (zunächst bis 19. April 2020) besetzt bzw. auf Weiterleitung geschaltet.
Anrufbeantworter und E-Mails (pfarrbuero@kath-kirche-mombach.de) werden täglich
abgerufen und wenn möglich sofort bearbeitet.

– Werden Sterbesakramente gewünscht, so bitte den Priesternotruf (06131 – 253 828)
anrufen.
Ist niemand erreichbar, komme ich selbstverständlich sofort (0171 12 64 21 2), bitte
aber von den Angehörigen, die notwendigen Hygienemaßnahmen (kein Händeschütteln,
Abstand, Mundschutz) einzuhalten

– In Solidarität mit dem Bistum und in ökumenischer Absprache haben wir für uns gemeinsame
Gebetszeiten vereinbart, die durch Glockengeläut angezeigt werden:
– Sonntags: um 10:00 Uhr für 15 Minuten
– Werktags: um 12:00 Uhr und um 19:30 Uhr
– Ostersonntag: um 10.00 Uhr und um 12:00 Uhr
– Von Gründonnerstag (nach 19:30 Uhr) bis Ostersonntag schweigen die Glocken

– Hier ein Angebot aus dem Bistum Bozen-Brixen: Dort gibt es einen sehr gelungenen
interaktiven Familiengottesdienst für den jeweiligen Sonntag.
Sie finden diesen unter

https://www.bz-bx.net/de/coronasituation-familien.html#c4130

– Den Text der Sonntagslesungen mit Erklärungen und Impulsen finden Sie unter

https://www.bibelwerk.de/verein/was-wir-bieten/sonntagslesungen/

– Aktuelle Nachrichten aus der Kirche finden Sie unter

https://www.katholisch.de/startseite

Das Heilige Land braucht unsere Hilfe: Überweisung statt Klingelbeutel

Liebe Gemeinde,
da alle Gottesdienste bis Karfreitag abgesagt wurden, kann in diesem Jahr keine Palmsonntagskollekte
in den Gottesdiensten in Deutschland stattfinden. Der Deutsche Verein
vom Heilige Lande fördert mit seinem Anteil aus der Palmsonntagskollekte nicht nur seine
vereinseigenen Einrichtungen wie die Schmidt-Schule für arabische Mädchen, die Dormitio-Abtei in
Jerusalem oder auch das Alten- und Pflegeheim Beit Emmaus in Palästina, sondern auch zahlreiche
Institutionen, Projekte und Maßnahmen im sozialen, pastoralen und caritativen Bereich.

Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie verschärft sich die Lage der Menschen im Heiligen Land
zusehends. Vor allem die Christen dort sind mehr denn je auf unsere Hilfe und Solidarität angewiesen.
Und ausgerechnet jetzt fällt sie weg: die Palmsonntagskollekte.

Dieser Ausfall gefährdet die gesamte Arbeit für die Christen im Heiligen Land!
Jetzt und in Zukunft!

Wir bitten Sie deshalb: Bitte spenden Sie trotz Ausfall des Palmsonntagsgottesdienstes! Jeder Euro zählt.
Diesmal per Überweisung statt in den Klingelbeutel.

Deutscher Verein vom Heiligen Lande
Pax-Bank
IBAN: DE13 3706 0193 2020 2020 10
Stichwort: Spende zu Palmsonntag

Unter www.palmsonntagskollekte.de finden Sie weitere Informationen.

Die Menschen im Heiligen Land danken es Ihnen sehr!

Die katholischen Kindertagesstätten Heilig Geist und Herz Jesu sind aufgrund der Maßnahmen/Coronavirus geschlossen

In der kath. Kindertagesstätte Herz Jesu wird aktuell eine Notbetreuung angeboten.

Telefonisch sind wir unter der Nummer 06131/687378 zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr zu erreichen.

Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben. Unsere E-Mail-Adresse lautet: kiga-herz-jesu@kath-kirche-mombach.de

 

In der kath. Kindertagesstätte Heilig Geist wird aktuell eine Notbetreuung angeboten.

Telefonisch sind wir unter der Nummer 06131/6695852 zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr zu erreichen.

Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben. Unsere E-Mail-Adresse lautet: kita-heilig-geist@kath-kirche-mombach.de